Lake Eyre, Südaustralien

Lake Eyre National Park, SA. © SATC

Lake Eyre, South Australia

Lake Eyre im Lake Eyre National Park, ca. 700 km nördlich von Adelaide, ist eine außergewöhnliche Oase im unwirtlichen Outback von South Australia. Das Seebecken umfasst sage und schreibe eine Million Quadratkilometer und reicht über die Grenze von South Australia bis in das Northern Territory und nach Queensland hinein.

Lake Eyre selbst, der genau genommen aus zwei durch einen Kanal verbundenen Seen besteht, ist mit einer Länge von 144 km und einer Breite von 77 km der größte Salzsee in Australien, der allerdings nur selten mit Wasser gefüllt ist. Zudem befindet sich in der Region Lake Eyre auch der trockenste und tiefste Punkt des Landes.

Die traditionellen Eigentümer der Region, die Arabana-Aborigines, leben seit Tausenden von Jahren im Seebecken des Lake Eyre, der nach wie vor eine bedeutende Kulturstätte für die Ureinwohner ist. Lake Eyre ist nach dem Forschungsreisenden Edward John Eyre benannt, der den See 1840 als erster Europäer erblickte. Mitte der 1880-er Jahre begannen zahlreiche neue Siedler mit der Bewirtschaftung des Landes. Eine dieser Anlagen, Anna Creek, ist heute die größte Rinderfarm Australiens.

Der Wasserstand im Lake Eyre hängt in erster Linie von den jährlichen Monsunregenfällen und den Niederschlagsmengen in den Einzugsgebieten des Sees in Queensland und dem Northern Territory ab. Ob und wie viel Wasser bis in den See gelangt, richtet sich nach der Stärke des tropischen Monsuns.

Im Durchschnitt erreicht das Wasser aus dem Einzugsgebiet der beiden Bundesstaaten South Australia und Queensland sowie dem Northern Territory alle acht Jahre den See. Komplett gefüllt war das Seebecken in den letzten 160 Jahren nur drei Mal. Die Flutung des Sees lockt riesige Schwärme von Wasservögeln an und stellt ein faszinierendes Naturspektakel dar. Die sonst öde Landschaft erblüht in einem Meer aus farbenprächtigen Wildblumen und grünen Blättern. So weit das Auge reicht sind die unterschiedlichen Salzwasserstände als schnörkelige Strömungsmuster zu erkennen.

Beim Verdunsten des Wassers steigt der Salzgehalt, sodass sich der See oft scheinbar rosafarben verfärbt. Das trockene Seebett verwandelt sich in eine riesige Salzpfanne, deren blendend weiße Kristalle das Sonnenlicht reflektieren.

Vom Land aus haben Sie den besten Blick von der Halligan Bay. Nach den Regenfällen können Sie den See auch im Boot oder Kajak erkunden. Den mit Abstand besten Panoramablick über den riesigen See erhalten Sie aber aus der Luft. Mehrere örtliche Tourbetreiber organisieren Sightseeing-Flüge über dem See – besonders bei Flutung. In der Region gibt es zahlreiche weitere Salzseen, von denen einige aufgrund ihrer seltenen Fossilienfunde in das UNESCO-Welterbe aufgenommen wurden.

Der Lake Eyre National Park liegt 60 km östlich der Ortschaft William Creek abseits des Oodnadatta Tracks, der nur für erfahrene Geländewagenfahrer geeignet ist. Statten Sie sich vor Reiseantritt mit zusätzlichen Kraftstoff-, Lebensmittel- und Wasserreserven aus. Die Straßen können wegen Überflutung gesperrt sein. Die beste Jahreszeit für einen Besuch sind die Monate April bis Oktober.

Vom Lake Eyre National Park bietet sich auch ein Abstecher zur legendären Outback-Ortschaft Oodnadatta, der Opalhauptstadt Coober Pedy oder in die Simpsonwüste an.

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