Die antike Kunst von Kakadu

Die antike Kunst von Kakadu

Erleben Sie die uralten Felskunststätten der Aborigines in unserem zum Welterbe gehörenden Naturwunder.

Zwischen Sumpfgebieten, Wildtieren und rauen Schuchten können Sie ein Gebiet entdecken, das die höchste Konzentration an zugänglichen Orten mit Aborigines-Felskunst hat: den zum Weltnaturerbe gehörenden Kakadu National Park. Die üppigen Felskunstgalerien markieren eine Aborigine-Geschichte in dieser Region, die mindestens 50.000 Jahre zurückreicht.

Nicht weniger als 5.000 Aborigine-Stätten, Erntelager, Steinwerkzeuge, Mühlsteine, Felskunst und zeremonielles Ocker wurden hier gefunden. Die Felskunstmalereien zeigen Tiere, Waffen tragende Jäger und Dreamtime-Figuren wie Namarrgon, den Blitz-Mann, und Ngalyod, die Regenbogenschlange.

Besuchen Sie Nourlangie Rock und sehen Sie die Felsspalten an, die dem Aborigine-Mythos zufolge von Ahnen aus der Dreamtime in Gestalt von kurzohrigen Fels-Wallabys ausgemeißelt wurden. Diese Felsspalten sind noch heute sichtbar, und Fels-Wallabys werden hier oft am frühen Morgen und in der Abenddämmerung gesichtet.

In der nahen Anbangang Gallery sehen Sie eine Zeichnung des "Blitz-Mannes", dem Urahn aus der Dreamtime, der noch immer die gewaltigen Gewitterstürme kontrolliert, die in der Regenzeit auftreten.

Am Ubirr Rock in Kakadus Nordosten können Sie einige hervorragende Beispiele der "Röntgenkunst" der Aborigines sehen. Die meisten dieser Malereien, in denen Knochen und Organe der Tiere ebenso sichtbar sind wie deren Äußeres, sind weniger als 1500 Jahre alt. Einige stellen sogar die ersten "Whitefellas" in dem Gebiet dar, bei denen es sich wahrscheinlich um die ersten Büffeljäger in den 1880ern handelt. Einer hat seine Hände in den Taschen, während ein anderer seine Hände in die Hüften stützt und "Aborigines herumkommandiert". Der letzte Abschnitt der Ubirr-Galerie zeigt eine Zeichnung der Regenbogenschlange, die fast 23.000 Jahre alt ist.

Felskunst ist ein integraler Teil des Lebens und der Kultur der Aborigines. Mimi-Geister waren die ersten Ahnen aus der Dreamtime, die auf Felsgestein malten. Sie lehrten einige Aborigine-Völker das Malen, während andere diese Kunst durch Kopieren der Mimi-Malereien erlernten. Am Ende ihrer Reisen gelangten einige Geister der Ahnen in Gestalt von Zeichnungen auf die Felswände, die sie in Djang- oder Traumorte verwandelten. Einige dieser Zeichnungen werden als heilig und gefährlich betrachtet und dürfen nur von älteren Männern oder Frauen angesehen werden, während andere von jedem bestaunt werden können.

Heute malen die Aborigine von Kakadu nur noch selten Felszeichnungen, vor allem, weil sie nicht mehr in Felshöhlen leben und da es weniger Aborigine gibt, die über das erforderliche spezielle Wissen verfügen. Allerdings können Ihnen die traditionellen Eigentümer des Bininj/Mungguy-Volkes dabei behilflich sein, die vielfältigen und althergebrachten kulturellen Traditionen von Kakadu auf einer Führung verstehen zu lernen.

Weitere Reiseideen für Australien