Arnhem Land, Northern Territory

Arnhem Land, NT. © Tourism Australia

Arnhem Land, Northern Territory

Das riesige, unberührte Arnhem Land grenzt an den Kakadu National Park, die Arafura Sea und den Gulf of Carpentaria und bietet vielfältige authentische Einblicke in die Aborigine-Kultur.

Das Arnhem Land ist im Besitz der Yolngu, die seit mindestens 60.000 Jahren in der Region leben und nach wie vor eine enge kulturelle und spirituelle Bindung zum Land pflegen. Von hier stammt übrigens auch das berühmte australische Musikinstrument Didgeridoo.

Die schöne und abwechslungsreiche Landschaft ist durch schroffe Küsten, entlegene Inseln, fischreiche Flüsse, üppige Regenwälder, imposante Steilklippen und Baumsavannen geprägt. Zu den zahlreichen Wildtieren im Arnhem Land zählen unter anderem viele Salzwasserkrokodile. Die Region dient auch Seekühen, nistenden Schildkröten und Zugvögeln als wichtiges Schutzgebiet.

Außerdem gilt die Gegend als eines der besten Angelziele weltweit. Sie können wahlweise im Charterboot zu einer Hochseeangeltour aufbrechen oder in den Flussmündungen den legendären Riesenseebarschen (Barramundi) nachstellen.

In Gunbalanya (Oenpelli), im Westen des Arnhem Land, können Sie Künstlern bei der Arbeit zusehen und im berühmten Injalak Art & Craft Centre Körbe und Gemälde erstehen. Ihr einheimischer Führer bringt Ihnen bei einer geführten Tour zum Injalak Hill die uralten Felsmalereien und Aborigine-Geschichten aus der Traumzeit nahe. Auf einer Bush Tucker-Tour erfahren Sie Wissenswertes über die traditionelle Ernährungsweise der eingeborenen Bevölkerung.

Im Arnhem Land gibt es mehrere berühmte Zentren für Aborigine-Kunst, darunter die Gemeinden Maningrida und Yirrkala außerhalb des Küstenorts Nhulunbuy auf der Gove Peninsula. Verschiedene kulturelle Touren mit einheimischen Reiseleitern führen Sie von hier auch zu den weißen Sandstränden und azurblauen Gewässern von Nanydjaka (Cape Arnhem), nur wenige Autostunden von Nhulunbuy entfernt. Das kristallklare Wasser eignet sich perfekt zum Tauchen und Schnorcheln.

Daneben gibt es im Arnhem Land auch zahlreiche bedeutende historische Stätten zu besichtigen, unter anderem die Überreste einer frühen europäischen Siedlung im Garig Gunak Barlu National Park auf der entlegenen Cobourg Peninsula. Der umliegende Cobourg Marine Park dient Tausenden Vogelarten als idealer Lebensraum.

Die Landschaften im Arnhem Land vollziehen im Wechsel der Jahreszeiten einen spektakulären Wandel. Für Reisen ist die Trockenzeit (April bis September) am beliebtesten, da in der Regenzeit mit extremen Wetterbedingungen zu rechnen ist. Auch sind einige Teile des Parks dann geschlossen. Einen guten Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen der Region vermittelt ein Rundflug im Helikopter oder Kleinflugzeug.

Die Unterkünfte im Arnhem Land sind beschränkt, es gibt jedoch in der gesamten Region einige ausgezeichnete Wilderness Lodges. Daneben können Sie auch an einem der zahlreichen abgeschiedenen Zeltplätze unter den Sternen schlafen.

Zwischen Nhulunbuy und Cairns bzw. Darwin bestehen tägliche Flugverbindungen. Die Region ist auch mit dem Geländewagen über die Central Arnhem Road zu erreichen, die südlich von Katherine vom Stuart Highway abzweigt. Von Darwin bis Jabiru erreichen Sie das Arnhem Land über den Arnhem Highway. Aus Richtung Süden erfolgt die Anfahrt über den Kakadu Highway.

Für einen Besuch im Arnhem Land ist eine Genehmigung erforderlich, die beim Northern Land Council beantragt werden muss. Es empfiehlt sich, die Region im Rahmen einer Tour zu besichtigen und die Einreisegenehmigung dem Veranstalter zu überlassen.

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