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Sydney's best speakeasy bars

Sydney's beste Speakeasy-Bars

Die Zeiten der Prohibition sind längst vorbei und Alkohol ist heute (zum Glück!) legal – aber das soll euch nicht davon abhalten, Tequila so (un)heimlich cool zu trinken als wäre es 1920 …


Von Jessica Wilkinson und Paul Chai

Der Begriff „Speakeasy“ stammt aus den 1920ern, als Alkohol verboten war und man ihn nur in zwielichtigen Bars bekam, wo zwielichtige Gestalten zwielichtigen „Stoff“ aus Kartoffeln und anderen zwielichtigen Zutaten brannten. Heute sind diese Bars wieder voll im Trend! Wie früher sind sie versteckt, und um reinzukommen, müsst ihr meist eine SMS an eine bestimmte Nummer schicken. Fun Fact, um Freunde zu beeindrucken: Speakeasys nennt man in Australien auch „Blind Tigers“ oder „Blind Pigs“. Aber keine Angst, der Schnaps ist nicht mehr aus Kartoffeln, also besteht keine Gefahr, blind zu werden … 

DIE BESTEN VERSTECKTEN BARS IN SYDNEY

Jangling Jack's

Dieser jüngste Neuzugang unter Sydneys Speakeasys hält sich gern bedeckt: keine Website, keine Getränke-/Speisekarte im Internet, nur ein diskreter Instagram-Account, der Lust macht auf mehr. Das Jack’s ist ein gut gehütetes Geheimnis mit seinem schummrigen Ambiente, den privaten Nischen und dem langen Tresen. Die Wände sind gepflastert mit Vintage-Postern von Bands, und das Team serviert klassische Drinks, z. B. die perfekte Margarita. Leckeres Essen gibt’s auch. Wir empfehlen das Brathähnchen und ganz klassisch Steak mit Fritten.

The Baxter Inn

Gleich gegenüber vom Easy Eight versteckt sich eines der dienstältesten Speakeasys der Stadt, geführt von den Barkeepern Anton Forte und Jason Scott, die schon für den Shady Pines Saloonverantwortlich zeichneten. Das The Baxter Inn hat kein Schild außen (Standard), nur minimale Beleuchtung innen (auch Standard), aber trumpft mit einer kompletten Regalwand voll Whisky auf, die sich nur mit einer Leiter erklimmen lässt (absolut nicht Standard!). Der ideale Ort für den perfekten Whisky Sour und Gratis-Salzbrezelchen an der Bar. Hier gibt’s sogar einen versteckten Whisky Room, wo nur der allerfeinste Stoff lagert. Ein „Speakeasy im Speakeasy“ sozusagen. Fast wie eine dieser russischen Ma­tr­josch­ka mit lauter Puppen in der Puppe, nur mit Whisky.

Earl’s Juke Joint

DasEarl’s versteckt sich hinter der Fassade der alten Betta Meats Fleischerei, die hier früher war. Statt Schweinehälften hängen hier jetzt coole Leute ab, die sich an der lauten Bar großartige Cocktails servieren lassen. Stimmung, Flair und gute Drinks – was will man mehr von einer Bar, die sich als Metzgerei tarnt (außer vielleicht ein Pfund Hack mit Zwiebeln gegen den Kater am Morgen danach)? 

Grandma’s 

In dieser Bar sieht’s aus wie bei Oma – falls eure Oma Alkoholikerin ist und im Keller wohnt. Die Drink-Highlights im Grandma’ssind eine Reihe exotischer Tiki-Cocktails, und passend dazu trägt das gut geschulte Barteam quietschbunte Hawaiihemden. Es gibt Tische mit Kerzenlicht und eine kleine, intime Bar, die so gerammelt voll ist, dass dir gar nichts anderes übrigbleibt, als neue Freunde zu finden. Hol dir einen Mai Tai, ein getoastetes Sandwich („Hot Jaffle“) und schmeiß dich mitten rein in das ironische, kultige Treiben.

Stitch Bar

Geschickt eingefädelt: Um ins Stitch zu kommen, müsst ihr euch erstmal durch das „Fitness-Studio“ schieben, als das sich diese Location auf Straßenebene tarnt, und dann eine schmale, dunkle Treppe runterbalancieren. Die Bar selbst ist übersät mit alten „Singer“-Nähmaschinen und dekoriert mit Garnspulen aus Holz, Trennwänden aus Metall und Nischen, die das Design der Kultnähmaschine widerspiegeln. Der Laden ist auf Whisky spezialisiert, also bestellt euch einen Old Fashioned. Hunger? Das Essen kommt ziemlich amerikanisch-kalorienbombastisch daher, mit „Appetithämmern“ wie schick gemachten Hot Dogs und Maccaroni-Käse-Bällchen. Nice!

Eau De Vie

Zeit, den feinen Zwirn auszupacken: Das Eau De Vie beamt euch direkt zurück in die Ära der Prohibition. Hier stimmt jedes Detail, von den alten Trinkgläsern über die Cocktailkarte bis zum geschniegelten und gebügelten Barteam. Wer mag, kann sogar noch weiter zurückreisen – mit dem Versailles Experience (Gin, Absinth, Zitronensaft, Birnenpüree und Minze, stilvoll serviert in einer gläsernen Absinth-Fontäne) und dem Aviator (Gin, frische Zitrone und ein Schuss Rhabarber, garniert mit einem Miniflugzeug). Das Interieur ist so klassisch-elegant wie die Drinks, mit hölzernen Barhockern, Ölgemälden an der Wand und einer Glasvitrine mit antikem Krimskrams.

Since I left You

Schon die Schrift im Logo des Since I Left You erinnert an die Zeit der Prohibition und den Gangster-/Jazzfilm „Cotton Club“ (Richard Gere war heiß, oder?). Als eine der ersten Locations hat sich dieses Speakeasy die in Syndey eingeführte „Small Bar License“ speziell für kleine, intime Bars gekrallt und ist seit mittlerweile sechs Jahren fest etabliert und sehr beliebt. Besonders der schöne Innenhof lockt die Leute an – mit seiner Originalarchitektur aus dem 19. Jahrhundert, stimmungsvollen Lichterketten und Live-Musik. Das ansässige Barteam verpasst beliebten Klassikern einen modernen Touch (probiert den Benedict Cucumberbatch mit Mezcal, Gurke, Rosmarin und Limette). Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt’s leckere Crostini und Toasties.

Love, Tilly Devine

Matilda „Tilly“ Devine (1900–970) war eine berüchtigte Bordellmutter und Unterweltikone in Sydney, die zu ihrer Zeit unter Garantie ein Speakeasy geführt hätte (und wahrscheinlich auch hat). Aber keine Sorge, das nach ihr benannte Love, Tilly Devine in einer Gasse in Darlinghurst ist ein ehrenvolles Etablissement mit schlichtem, aber edlem Ambiente: weiß gekalkte Wände, feine Kost und liebevoll ausgewählte Weine. Sichert euch den Top-Platz am Fenster und reist mit den rund 300 Weinen auf der Karte einmal rund um die Welt.

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