Schwimmen mit einem Walhai, Ningaloo Reef, Westaustralien © Tourism Australia

Australiens außergewöhnliche Tierwelt

Walhai, Ningaloo Reef, Westaustralien © Ningaloo Blue Dive

Mit den sanften Riesen des Ozeans tauchen: Walhaie und Buckelwale

Ungefähr auf halbem Weg entlang der westaustralischen Küste befindet sich der Ningaloo Marine Park – der einzige Ort auf der Welt, von dem man weiß, dass sich dort jedes Jahr viele Walhaie sehr nah am Ufer sammeln. Von April bis Juni können Sie hier an einer eintägigen Bootsfahrt von den Ferienorten Exmouth oder Coral Bay aus teilnehmen und mit den 14 Meter langen, harmlosen Vegetariern schnorcheln. Die Walhaie Westaustraliens teilen sich das warme Wasser mit tropischen Fischen, Mantarochen, Schildkröten, Delfinen und Walen. Von Juli bis Oktober können Sie auch mit wandernden Buckelwalen vor dem Ningaloo Reef schwimmen. Diese sanften Wale ziehen zwischen Juli und November die Küste von Queensland entlang, weshalb die Gegend bei den Einheimischen auch als „Buckelwal-Highway“ bekannt ist. Sunreef startet in Mooloolaba, nur 15 Autominuten vom Sunshine Coast Airport entfernt, und bietet Halbtagestouren an.

Koala, Great Ocean Road, Victoria © Wayne Sorensen

Auf den Bäumen schlafende Koalas beobachten

Die Great Ocean Road in Victoria ist eine der atemberaubendsten Strecken Australiens. Sie windet sich entlang der Südwestküste des Bundesstaats an Klippen, Wäldern, Haarnadelkurven und Küstenstädten vorbei. Außerdem führt sie an Gruppen von grauen Koalas vorbei, die sich hoch oben in den Baumkronen verstecken. Am ehesten findet man sie entlang der Lighthouse Road, Cape Otway, die etwa 20 Kilometer von der Stadt Apollo Bay entfernt ist. Koalas sind überall, aber sie sind gut getarnt und deshalb nicht leicht zu entdecken. Trainieren Sie Ihre Augen, damit Ihnen die kleinen Kerlchen nicht entgehen. Tipp: Halten Sie nicht bei den ersten Autos an, die unter einem Baum geparkt sind – ein Stückchen weiter werden Sie vermutlich die Koalas ganz für sich allein haben. Fahren Sie weiter bis zum Ende des Kaps, um Australiens ältesten erhaltenen Leuchtturmzu besichtigen.

Devils at Cradle, Cradle Mountain, Tasmanien © Devils at Cradle

Einen Tasmanischen Teufel treffen

Das Saffire Freycinet in Tasmanien, eines der besten Luxushotels des Landes, betreibt ein Seniorenheim für tasmanische Teufel. Hier können die Gäste den gefährdeten Tieren täglich beim Fressen zusehen. Das ein Hektar große Gelände ist ihrer natürlichen Umgebung nachempfunden. Am Cradle Mountain befindet sich ein weiteres Schutzgebiet, das Devils @ Cradle. Auch hier können Sie diese einzigartigen Tiere sehen und mehr über sie erfahren. 

Känguru an der Lucky Bay, Cape Le Grand National Park, Westaustralien © Tourism Western Australia

Kängurus fotografieren, die sich am Sand entspannen

Es ist ein ungewöhnlicher Anblick, den Sie wahrscheinlich nicht vergessen werden. Die Östlichen Grauen Riesenkängurus am Pebbly Beach, an der Südküste von New South Wales, tanken gern etwas Sonne am Strand. Sie sind hier regelmäßig in großer Zahl auf der Wiese und im Sand zu finden. Viele von ihnen am beliebten Surf- und Buschwanderplatz, etwa 270 Kilometer südlich von Sydney, posieren auch gerne für Fotos. Fahren Sie in Westaustralien zur Lucky Bay (nur 40 Autominuten von Esperance entfernt), um die Tiere auf dem weißen Sand liegen zu sehen. In Queensland bekommen Sie garantiert Roos und Wallabies am Strand von Cape Hillsborough, in der Nähe von Mackay, zu Gesicht.

Salzwasserkrokodil, Yellow Water Cruises, Kakadu National Park, Northern Territory © Tourism NT, Shaana McNaught

Vorbeischwimmenden Salzwasser-Krokodilen zusehen

Wenn Sie das erste Mal den zerfurchten Rücken eines Krokodils im Northern Territory erspähen, werden sie bestimmt trotz des warmen Wetters eine Gänsehaut bekommen. Diese riesigen Reptilien bewegen sich lautlos durchs Wasser. Da sie knapp unterhalb der Oberfläche durchs Wasser gleiten, verursachen sie kaum Wellen. Im Herzen des Kakadu National Park ist eine zweistündige Bootsfahrt auf dem Yellow Water Billabong eine unvergessliche Möglichkeit, das tüchtige Raubtier in seinem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Schnorcheln, Lady Elliot Island, Queensland © Lady Elliot Island

Mit Meeresschildkröten über ein Riff schwimmen

Wenn Sie über die Korallengärten des Great Barrier Reef schnorcheln, haben Sie vielleicht das Gefühl, dass Ihre Maske nicht groß genug ist, um alles zu bestaunen. Direkt vor den sandigen Ufern von Lady Elliot Island, einer Korallenbucht am südlichen Ende des zum Weltnaturerbe gehörenden Riffs, huschen Meeresschildkröten durch das aquamarinfarbene Wasser. Sie werden ihnen wahrscheinlich auf einem der vielen Schnorchelpfade begegnen, die Sie auf eigene Faust mit einer kostenlosen Karteoder auf einer geführten Schnorchelsafari erkunden können. In der Lagune auf der Ostseite der Insel gibt es besonders viele Meereslebewesen. Wenn Sie noch nie geschnorchelt sind, können Sie auf der Insel kostenlose Stunden nehmen. Sie bleiben lieber trocken? Dann gehen Sie doch an Bord des Glasbodenbootes und genießen Sie von dort aus die Aussicht auf tropische Fische und farbenprächtige Korallen.

Wombat, Wilsons Promontory, Victoria © Visit Victoria

Fressende Wombats anlächeln

Wenn die Abenddämmerung über den wunderschönen Wilsons Promontory National Park in Victoria hereinbricht (eine dreistündige Fahrt südöstlich von Melbourne), wagen sich feste, stämmige Tiere mit kurzen Beinen und zuckenden Nasen aus dem Dickicht. Wombats sind von Natur aus schüchterne, nachtaktive Kreaturen, aber in der Abenddämmerung tauchen sie aus ihren Höhlen auf, um sich von Gräsern zu ernähren. Oft sieht man sie am Eingang zum Hauptstrand und manchmal donnern sie über einen der Campingplätze. Hier erwarten Sie außerdem Kängurus, Emus, Ameisenigel und Plattschweifsittiche.

Quokka, Rottnest Island, Westaustralien © James Vodicka

Ein Selfie mit einem Quokka machen

Die Quokkas Westaustraliens gehören zu den niedlichsten Beuteltieren überhaupt. Auf Rottnest Island, direkt vor der Küste von Perth, hüpfen sie fröhlich umher und halten an, um zuzusehen, wie sich die Leute im Pub entspannen, eine Runde Golf spielen oder über die autofreie Insel radeln. Die Tiere sind selten an anderen Orten im Bundesstaat zu sehen. Sie haben eine sehr gesellige Natur und posieren gerne für Selfies. Nachdem zahlreiche Prominente wie Hugh Jackman, Chris Hemsworth und Margot Robbie ihre Schnappschüsse online veröffentlicht haben, hat sich das zu einem richtigen Trend entwickelt.

Haikäfigtauchen, Adventure Bay Charters, Port Lincoln, Südaustralien © Ralph Alphonso, Adventure Bay Charters

Einen Weißen Hai aus nächster Nähe betrachten

Das ist ein Erlebnis für alle, die nach dem ultimativen Nervenkitzel suchen. Wenn es verlockend klingt, in einen Käfig zu steigen, ins Wasser abgesenkt zu werden und einem Weißen Hai gegenüberzutreten, der auf das Fleisch aus ist, das ihm vor die Nase gehalten wird, dann nur zu. In den tiefen Gewässern vor der Küste von Port Lincoln, an der Südspitze von Südaustraliens Eyre Peninsula, bieten spezialisierte Charterboote ganztägige Ausflüge in Hai-Reviere an. Sicherheit hat natürlich oberste Priorität, aber das macht den Adrenalinschub nicht weniger stark. Wer lieber trocken bleibt, kann im gläsernen Aqua Sub abtauchen. Und wer es richtig gruselig mag, kann auch eine Tour in der Dämmerung buchen.

Zwergwal, Mike Ball Dive Expeditions, Cairns, Queensland © Mike Ball Dive Expeditions

Mit Zwergwalen tauchen

Australiens Great Barrier Reef bietet viele Wunder, aber auf keinen Fall sollten Sie sich die Gelegenheit entgehen lassen, mit einer Herde Zwergwale zu schwimmen. Die Zwergwale, die für ihre Neugierde bekannt sind, schwimmen oft stundenlang mit Menschen und bringen sogar ihre Kälber mit. Das Great Barrier Reef ist der einzige Ort auf der Erde, an dem sich diese Tiere jedes Jahr zwischen Mai und August versammeln. Sie können eine Tagestour unternehmen oder eine Expedition mit Übernachtung buchen. Ab Cairns oder Port Douglas geht es los.

Mon Repos, Bundaberg, Queensland © Rowan Bestmann

Winzige Schildkröten schlüpfen

Grüne Schildkröten und Unechte Karettschildkröten lieben Heron Island, direkt vor der Küste von Gladstone. Hier berührt das Riff die Küste, und das seichte Wasser bietet deshalb jede Menge Nahrung. Das ist besonders in der Brutzeit ideal. Das Küstenriff macht Heron tagsüber auch zu einem ausgezeichneten Ort für Schnorchler. Wenn Sie während der Brutzeit hier sind, sollten Sie aber unbedingt übernachten. Das Heron Island Resort – die einzige Unterkunft auf der Insel – bietet geräumige Zimmer mit Riffblick und ein Outdoor-Restaurant, das wirklich unvergesslich ist. Zurück auf dem Festland ist der Strand im Mon Repos Conservation Park, am Rande des malerischen Bundaberg, ein weiterer Zufluchtsort für Schildkröten. Tatsächlich nisten auf Mon Repos mehr Schildkröten als irgendwo sonst an der Ostküste. Der Queensland Parks und der Wildlife Service bietet während der Brutzeit Ranger-geführte nächtliche Begegnungen mit Schildkröten an.

Pinguine, Phillip Island Nature Park, Phillip Island, Victoria © Phillip Island Nature Park

Pinguine auf Phillip Island

Phillip Island liegt nur 90 Autominuten südlich von Melbourne und ist ein wahres Paradies für Tiere. Eines der beliebtesten Events der Region ist die Penguin Parade, bei der Besucher einen Blick auf die Zwergpinguine der Insel erhaschen können, wenn diese abends wieder an Land zurückkehren. Fahren Sie zum Summerland Beach, wo Sie die Parade von den Sitzreihen im 180-Grad-Winkel betrachten können. Es werden auch mehrere VIP- und andere Führungen für Besichtigungen aus nächster Nähe und Erläuterungen von Rangern angeboten. Alternativ können Sie versuchen, die Pinguine in ihren Erdlöchern von den erhöhten Holzstegen um die Insel herum zu sehen. Auf der Insel leben über 32.000 Zwergpinguine. Sie haben also gute Chancen, ein paar zu entdecken.

Seelöwe in der Jurien Bay, Westaustralien © Australia’s Coral Coast

Seelöwen begrüßen

Der Name lässt es bereits erahnen: Australische Seelöwen sind in Australien heimisch. Diese freundlichen „Welpen des Meeres“ sind unglaublich verspielt und von Natur aus neugierig. Oft schwimmen sie direkt zu den Menschen hin. Sie patrouillieren in den Gewässern vor der Küste von Westaustralien, Victoria und Südaustralien. An der Coral Coast (drei Stunden nördlich von Perth), wo Seelöwen häufig beim Sonnenbaden an den Stränden des Jurien Bay Marine Parks anzutreffen sind, können Sie die Tiere aus nächster Nähe betrachten. Oder Sie nehmen ein Boot von Jurien Bay oder Green Head, springen zum Schnorcheln ins Wasser und lassen sich von Seelöwen umschwärmen. Es gibt auch eine große Kolonie, die in der Seal Bay von Kangaroo Island lebt. Hier können Besucher bei Sonnenaufgang oder in der Dämmerung an einer Tour mit einem erfahrenen Reiseleiter teilnehmen.

Mit dem Schnabeltier schwimmen, Healesville Sanctuary, Victoria © Healesville Sanctuary

Mit einem Schnabeltier spielen

Die Region Mackay in Queensland ist ein tropisches Gebiet, das für seine Wasserfälle, Regenwälder und uralten vulkanischen Böden bekannt ist. Hier erwartet Sie ein sehr seltenes, ganz besonderes Erlebnis. Das australische Schnabeltier (bekannt für seinen entenähnlichen Schnabel und die Schwimmhäute) ist sehr schüchtern, aber in einem abgelegenen Regenwald kann man mit ihm tauchen. Die Tauchgänge finden in der Morgen- und Abenddämmerung statt, wenn diese schönen Tiere am aktivsten sind. Unter Wasser werden Sie auch Schildkröten, Fische und andere faszinierende Meereslebewesen erspähen. Wer lieber trocken bleibt, kann das Healesville Sanctuary in Badger Creek besuchen. Hier können Sie einen Tag lang Zoowärter spielen und dabei das Schnabeltier vor Ort anfassen, füttern und bespaßen. 

Lady Elliot Island Eco Resort, Queensland © Lady Elliot Island Eco Resort

Mit Mantarochen gleiten

Mit einer Spannweite von bis zu sieben Metern ist der Mantarochen der größte Rochen der Welt. Trotz ihrer beeindruckenden Größe ist es völlig sicher, mit diesen majestätischen Kreaturen zu schwimmen, zu schnorcheln oder zu tauchen. Sie haben keine scharfen Stacheln wie andere Rochen. Die Riesenrochen sind das ganze Jahr über vor Lady Elliot Island im südlichen Great Barrier Reef oder vor Coral Bay im berühmten Ningaloo Reef zu finden. Schauen Sie genau hin, dann werden Sie die akrobatischen Fähigkeiten der Männchen sehen, wenn diese um die Aufmerksamkeit eines Weibchens wetteifern.

Dingo, Fraser Island, Queensland © Tourism Australia

Wilde Dingos erspähen

Nicht ganz ein Hund und schon gar kein Wolf – der australische Dingo ist ein wildes Tier und eine australische Ikone. Obwohl sie im Allgemeinen an ihrem üppigen kupferroten Fell zu erkennen sind, gibt es sie in einer Vielzahl von Farben. Weiße Dingos stammen aus den alpinen Regionen Australiens, während schwarze meist in Wald- und Regenwaldgebieten leben. Sie finden sie im Australian Reptile Park (etwas außerhalb von Sydney) und in den meisten Zoos und Naturschutzgebieten. Wenn Sie sich die Tiere aber in freier Wildbahn ansehen möchten, dann besuchen Sie am besten Fraser Island in Queensland.